microsTECH. Ein Trio lässt Wissenschaft Realität werden

 

Es braucht Mut, ein gemachtes Nest zu verlassen. Das weiss jedes Vogelkind. Mut braucht es auch, eine sichere Stelle zu verlassen und ein Start-up zu gründen. Denn die Statistik sagt: Über 50 Prozent der Startup-Firmengründungen enden in einer Liquidation.

Mut, Begeisterung und eine Menge Ideen hatte Patrick Schwarzentruber (Bild oben, links), Mikrobiologe mit Doktortitel. Damit steckte er 2013 zwei seiner damaligen Arbeitskollegen an: Nicola Di Maiuta, ebenfalls Mikrobiologe mit Doktortitel und Caroline Conrad-Behr, Rechtsanwältin mit lic.iur.-Titel. Zusammen gründete das Trio 2013 die microsTECH in Olten SO.

Ziel war es: Wissenschaft zur Realität werden zu lassen. «Wir wollen uns in der Welt der Diagnostik etablieren und schweizweit führend agieren», liessen Nicola Di Maiuta und Patrick Schwarzentruber damals die Presse wissen. «Wir sehen gute Chancen, uns entsprechend entwickeln zu können.» Als Dienstleistungen waren Analysen auf dem Gebiet der Mikrobiologie und Molekularbiologie geplant. Dienstleistungen für Private und Firmen, aber auch Dienstleistungen für die öffentliche Hand.

Mit Interdisziplinarität zum Erfolg
Weg also mit dem Gärtchendenken. Innovative Interdisziplinarität, das war schon immer die Maxime Schwarzentrubers und Di Maiutas. «Forschungsfragen können mehrheitlich nicht aus einem einzelnen Fach heraus beantwortet werden», sagten sie bei der Firmengründung. Eine Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen sei also notwendig. So wollen die Mikrobiologen Innovationen entwickeln und microsTECH zur wirtschaftlichen Blüte führen.

Beim Standbein mikrobiologischer, molekularbiologischer und chemischer Analysen richtet sich der Fokus auf die Bereiche Agro, Lebensmittel, Wasser, Kosmetik, Pharma, Umwelt, Hygiene sowie eine Vielzahl anderer Industrien. So steht es auf der Website des Start-ups. Daneben forscht und entwickelt microsTECH stetig neue Technologien im Bereich Life Science. «So eine Technologie kann ein Auftrag sein oder aus einer Eigeninitiative entstehen», sagt Di Maiuta.

produkt_wurmccheck-hundWurmcheck: ein Renner
Als eine der ersten Dienstleistung entwickelte das Team eine Analyse von Tierkot. Mit DNA-Tests findet microsTECH heraus, ob sich Parasiten im Darm von Hunden und Katzen tummeln. Ebenso können sie mit einem immunoCHECK testen, ob ein Haustier geimpft werden muss oder ob der bestehende Impfschutz noch ausreicht. Beide Dienstleistungen sind mittlerweile im Markt integriert. Gefragt vor allem bei Tierfreunden, die ihren Vierbeinern nur soviel «Chemie» zumuten wollen wie nötig. «Wir erobern sogar die eine oder andere Tierarztpraxis. Denn auch die Veterinäre werden zusehends mit kritisch eingestellten Kundinnen, Kunden konfrontiert. Kundinnen, Kunden die nicht einfach eine Behandlung mit Pillen oder Spritzen auf Vorrat machen wollen», sagt Patrick Schwarzentruber.

Ob und wie das Geschäftsmodell funktionieren würde, wusste das Trio natürlich nicht. Caroline Conrad-Behr erinnert sich genau: «Wir hatten einige schlaflose Nächte, die Suche nach Kapital war zeitweise ein Spiessrutenlaufen, Freude und Enttäuschungen vermischten sich. Etwa eine Bank zu finden war recht schwierig.»

In der AKB eine tolle Bank-Partnerin gefunden
Das hat sich mittlerweile erledigt. «Die Aargauer Kantonalbank begleitet uns und wurde zu einem tollen Partner», sagt Caroline Conrad-Behr. Zudem fanden sich zwei weitere Investoren. «Es ist toll, wir sind alle unterschiedlich begabt. Die beiden Neuen sind ausschliesslich strategisch aktiv und ergänzen uns. Wichtig ist, dass wir uns alle vertrauen können.»

Neben den wurm- und immunoCHECKS, stellt microsTECH auch High-End Kosmetikprodukte, Nahrungs- und Futterergänzungsmittel her und Tierpflegeprodukte. Dazu kommen verschiedene «Lohnaufträge». Seit 2016 werden die begehrten mytowel-Dösli in Olten abgefüllt und für Foodtech stellt microsCHECK einen Test für die Käseindustrie her.

2013 gewannen die Jungunternehmer den KMU-Preis  für Innovative Start-Up Unternehmen. Caroline Conrad-Behr strahlt: «Es geht aufwärts und dann gibts wieder Tiefschläge. Wir spüren den Druck im Nacken. Es gibt Liquiditätsengpässe. Einst dachte ich, nach zwei, drei Jahren hätten wir alles überstanden. Und jetzt wird es wohl vier bis fünf Jahre dauern.»

 

microsTECH AG | Solothurnerstr. 259, 4600 Olten SO
T +41 62 211 00 00 | F +41 62 211 00 09

www.microsTECH.ch | info@microsTECH.ch

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Was Bilbo, ein Betroffener, über die Wurmchecks schrieb:

So, nun haben ich unseren wurmCHECK

 

wurmCHECK: Ich habe keine Parasiten!

Hurra, keine Pillen mehr schlucken!

 

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